Handlungsfeld Medikamente

Warum ist das Handlungsfeld Medikamente wichtig?

Global gesehen ist die pharmazeutische Industrie für mehr Emissionen verantwortlich als die Automobilindustrie. Auch wenn in Deutschland eine genaue Erfassung der durch den Pharmasektor verursachten Emissionen bislang fehlt, zeigen die Berechnungen anderer Länder, wie England oder Österreich, dass pharmazeutische Produkte ca. 20 % der Emissionen im Gesundheitswesen ausmachen.


Neben den Treibhausgasemissionen stellen auch Arzneimittelrückstände, insbesondere im Wasser, eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt dar. Die Überwachung dessen wird als Ökopharmakovigilanz bezeichnet. Einer Analyse des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge wurden im Jahr 2016 bereits 16 pharmazeutische Wirkstoffe in Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser aller Weltregionen nachgewiesen; allen voran das Schmerzmittel Diclofenac – dieses oft in ökotoxikologisch relevanten Konzentrationen. Insgesamt wurden in den untersuchten Regionen 631 Wirkstoffe gefunden. Dabei bilden die offiziellen Zahlen nur einen Teil der tatsächlichen Wasserverunreinigung ab, da in vielen Teilen der Welt keine ausreichenden Messdaten vorliegen.

Siehe auch: CPHP Policy Brief 01-2023 (PDF-Datei)

Ansprechpartner:in

Dr. med. Anne Hübner

Ihre Ansprechpartnerin für das Thema Medikamente

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